Montag, 8. April 2019

Rumpf Teil II PU-Kleber

Weiter geht es mit den Rumpfdeckeln.
Der Boden sowie der Abschnitt vor der Haube sollen aus den Resten der 2 mm Balsa Fräsbrettchen erstellt werden, quer gemasert.
Der Deckel ist ein Frästeil; der Bereich zwischen Deckel und Fläche soll laut Plan mit 2 mm Balsa längs gemasert beplankt werden.
Längs hat mir erst nicht so recht eingeleuchtet, soll vielleicht den Überhang an der Flächenauflage steifer machen.

(Kommentar Harald: Ich habe zur Fläche hin die Maserung Längs gewählt, da es bei meinen anderen RES Fliegern mit Quer-Maserung, zig-mal das Teil zum Flügel hin abgebrochen ist :-(. Ich hoffe das es mit der Längs-Maserung stabiler wird.)

Auf dem Frästeilplan für das 2 mm Balsa Brettchen ist ein unbeschriftetes Teil neben dem Deckel, passt perfekt für diesen Bereich.

Hab ich also dafür hergenommen, mal sehen wo es später fehlt. :-)
Drauf damit, in meinem Fall weiter mit PU-Kleber.

Für den vorderen Abschnitt dann ein Restteil 2 mm Balsa verkleben, das Haubenbrettchen mit Klebeband fixieren um den Abstand einzuhalten.
Nicht die Haube festkleben!

Für die Haube bin ich vom Plan abgewichen. Dort ist eine Verriegelung mit Stahldraht vorgesehen; ich baue aber eine Verriegelung mit einem CFK Stab als Druckfeder.
Daher hab ich die Versteifung der Haube gekürzt, damit die Haube über die Rumpfbeplankung geschoben werden kann.
Vorher, angezeichnet:

Nachher, gekürzt:

Nun den Rumpfrand mit Klebeband abdecken, Auflage und innen, damit bei der folgenden Aktion die Haube nicht mit dem Rumpf verklebt wird.

Deckelverstärkung mit Kleber in die Verzapfung einsetzen, auf dem Rumpf mit Klebeband fixieren und trocknen lassen (Foto vergessen, sorry).
Damit sollte das ganze später der Rumpfform folgen,
Verriegelung folgt weiter unten.

Nun können wir unten mit der Beplankung weiter machen. Hierbei das Servobrett zwischen die Seitenteile schieben (nicht kleben!), damit die Rumpfbreite stimmt.
Zunächst aber maximal nur bis Spant 2 beplanken!

Unter Spant 3 muss noch der Hochstarthaken, das Heckrohr muss noch rein, und die Bowdenzüge wollen noch verlegt werden.

Das Heckrohr lässt sich von vorne in den Rumpf einschieben, passt aber nur mit sanfter Gewalt an dem Brettchen zur Schraubbefestigung vorbei.

Es fehlt ein halber Millimeter, schwer zu fotografieren.

Geht, nur wäre es besser, das nur einmal machen zu müssen.
Dazu sollte man bei der "Trockenprobe" zur Rumpfhochzeit die Passung des Rohrs zu den Spanten prüfen, und dann entsprechend das Heckrohr vorne und/oder hinten kürzen (siehe Update Rumpf Teil I).
Lieferzustand ist 800 mm, wir brauchen 700 mm.
Ich hab erst am dicken Ende 50 mm abgesägt (Dekupiersäge, das Rohr mit Klebeband umwickeln, und dann am Sägeblatt entlang drehen; entgraten), das passte dann in die Rumpfspanten.
Am dünnen Ende habe ich dann nochmal 50 mm abgesägt.

Nun muss man sich entscheiden, wie man die Bowdenzüge führen will.
Entweder im Rohr, wobei man dann hinten Schlitze in das Rohr machen muss.
Oder außen am Rohr, welches dann ganz bleibt, die Optik aber etwas leidet (und etwas die Aerodynamik, für die ganz kleinlichen).
Ich hab erst geplant, eine Mischung zu bauen: Seitenruderanlenkung außen, und Höhenruderanlenkung innen, da man dabei in der Mitte bei der Wippe auskommen muss.
Ich hab dann aber probiert, wie man den Hühenruderzug um das Heckrohr "wickeln" kann, und das geht auch.
So wird  das mal aussehen:

Also keine Löcher im Rohr, Optik ist mir egal.

Die Außenhüllen in die Bohrungen der Spanten einfädeln.

Nun kann man die Einschlagmutter mit Epoxy einkleben. Ich hab die rechts und links noch was gekürzt, damit ich an den Zügen vorbei komme.



Währen das trocknet, kann man schon mal die Nase vorbereiten. Heckrohr  ist ja drin, Rumpf kann vorne zu.
Erst die drei Frästeile aufeinander kleben, und ein Loch für die Bleikugeln in den Mittelteil bohren.

Dann hab ich das ganze auf ein 2mm Balsa Reststück geklebt, den der Kopfspant ist ja offen (das Heckrohr ...); ich will aber eine zum Rumpf geschlossene Ballastkammer.

(Kommentar Harald: Interessante Idee Dirk. So hast Du eine Bleikammer die Du von Außen auffüllen kannst. Ich hatte die Rumpfnase offen geplant um den Empfänger Akku so weit als möglich nach vorne schieben zu können)





Während das trocknet, kommt der Hochstarthaken dran. Die Platte kleben wir mittig auf ein 2 mm Balsa Reststück in Rumpfbreite. Es sollte an allen Seiten überstehen.
Trocknen lassen, derweil die Nase mittig anpappen.

Wenn der Kleber an dem Brettchen für den Hochstarthaken angezogen hat, den Schlitz mit Messer und Feile ausarbeiten, sowie die beiden Löcher nachbohren.
Da wir die Schrauben auf dem Sperrholz anziehen wollen, und nicht ins weiche Balsa, die Bohrlöcher von Hand auf den Schraubenkopfdruchmesser vergrößern.

Dabei ist mir nun schon beim 3. Flieger der Steg in der Mitte weggebrochen, eigentlich kann man gleich mit dem Messer den Bereich ausnehmen.

Nun Schlitten mit Haken einfädeln (richtig rum, Haken nach hinten zum sich verjüngenden Teil!), und Druckplatte und Schrauben montieren.


Nochmal kontrollieren, dass Druckplatte und Schlitten nicht über stehen, andernfalls demontieren und nachschleifen. Man kann das später nicht mehr oder nur sehr schwer demontieren!
Der Spant ist über der Druckplatte und dem Schlitten ...

Den Ausschnitt im Spant hatten wir schon überprüft, im Zweifel noch mal checken, letzte Chance ...

Die Seite von Schlitten und Druckplatte mit Klebeband Stückchen abkleben.

Den Klebebereich am Rumpf markieren, Kleber dünn auf die Klebefläche und sehr dünn im Innenbereich auftragen.

Nun die Hakenkonstruktion einfädeln, ohne alles zu verschmieren und für immer zu verkleben ...
 
Noch mal prüfen: Haken nach hinten!

Kleber anziehen lassen, aber nicht voll austrocknen lassen!
Wir probieren lieber vorher mal den Schlitten ...

Die Lücke zwischen Spant 2 und 3 kann nun ganz verschlossen werden.

 Übrigens ... für alle, die mit der Sesamstraße aufgewachsen sind:

"HEY, DU!"
"Wer, ich?!"
"Ja, DU! Willst du ein E kaufen?"


Weiter mit der Haube ...

Vorne habe ich eine Lasche aus 2mm Sperrholzrest unter den Deckel geklebt. Hinter hab ich gesehen, dafür gibt es ein Frästeil. :-)
Das habe ich dann unter die Rumpfbeplankung an der Seite zur Fläche geklebt, vor dem Deckel Ausschnitt.

An der Deckelseite zur Fläche hab ich einen Balsakeil von unten aufgeklebt, und darauf ein Stück 1 mm CFK Flachprofil. Nur in einem Drittel festkleben, es soll federn können.
Durch den Keil hat man leichte Vorspannung.

Zum Verschließen schiebt man den Deckel über die Beplankung, aber das CFK Teil unter die Beplankung.

 Nun den Deckel vorne leicht runter drücken und nach vorne schieben, so dass die Sperrholzlasche unter die Beplankung greift.


Ganz nach vorne - zu.


Zum Öffnen dann anders herum. Deckel an der Flächenseite leicht anheben, Richtung Fläche schieben bis die Sperholzlasche frei ist, Deckel nach vorne/oben abnehmen.

(Kommentar Harald: Coole Idee. Mich nervt die Verriegelung mit Stahldraht immer. Ich glaub ich baue Deine Lösung Dirk nach.)

So, zum Schluss noch der Beweis, der Haken lässt sich verstellen, nichts festgeklebt:



Die beiden Außenpositionen des Schlittens innen markieren.

Und das Brettchen außerhalb dieser Markierung nach kleben.

Innerhalb würden wir den Schlitten behindern - keine Verstellung mehr.

Nun hat der Rumpf noch eine Lücke hinter dem Haken, da müssen wir das Heckhrohr noch verkleben.
Zudem fehlen noch die Balsaklötze für den Rohrübergang.

Das geht aber alles erst, wenn das Rohr verklebt ist. Und dafür habe ich immer gerne das Flächenmittelteil, um das Rohr besser ausrichten zu können.

Daher werde ich den Rumpf noch etwas verschleifen, aber ansonsten war es das erstmal, bis die Helling für die Fläche da ist ...

1 Kommentar:

  1. Ich habe zu Dirks Fragen (Längs-Maserung) und Ideen an den jeweiligen Textstellen meine Kommentare eingefügt. Die Idee mit der Nase und Hauben-Verriegelung finde ich interessant und werde sie wahrscheinlich übernehmen.

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